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Martin Pannek ist neuer Vorsitzender der Sportfreunde Bronnen 10.03.2020   Sonja Niederer (SZ)
Die Vorstandschaft mit den Geehrten.

„Haltet so zusammen wie bisher“

Stabwechsel bei den Sportfreunden Bronnen: Benjamin Baur übergibt nach acht Jahren das Amt des Vorsitzenden an Martin Pannek

Nach acht Jahren als Vorsitzender der Sportfreunde Bronnen hat Benjamin Baur sein Amt an Martin Pannek übergeben, der am Freitag bei der Hauptversammlung einstimmig gewählt wurde. Ruth Hofele wurde als Schriftführerin im Amt bestätigt.

Benjamin Baur dankte allen, die ihn in seiner Zeit als Vorsitzender unterstützt haben, und zog ein Resümee. Die acht Jahre seien lehrreich gewesen und ein gutes Trainings-lager fürs Leben. Er habe viel gelernt und für sein privates wie auch berufliches Leben mitnehmen können. Ihm sei stets wichtig gewesen, dass die Menschen, die sich im Verein engagieren, gut und erfolgreich arbeiten können.

Anhand eines Beispiels mit Gläsern betrachtete Baur zwei Aspekte der Vereinsarbeit: das Gestalten und das Verwalten. Wenn das Glas voll sei mit Verwaltungsarbeit, bleibe keine Zeit zum Gestalten und es sei an der Zeit, sich Unterstützung zu holen. Er habe das Glück gehabt, diese von seinen Vorstandskollegen und den Ausschussmitgliedern zu bekommen, so dass die Arbeit auf viele Gläser verteilt werden konnte. Diese Unterstützung wünsche er auch seinem Nachfolger. „Haltet so zusammen wie bisher.“

Im Namen der Sportfreunde Bronnen bedankte sich der 2. Vorsitzende Magnus Buk bei Benjamin Baur für seine Arbeit. Mit seinen damals 28 Jahren sei er in die riesigen Fußstapfen des inzwischen zum Ehrenmitglied ernannten Oliver Bentele getreten, als jüngster Vorsitzender in der Vereinsgeschichte. „Die Umsetzung deines Ziels, dich mit deinem Können und Wissen in den Verein einzubringen, ist dir in all den Jahren in wunderbarer Weise gelungen“, sagte Buk. Baur sei immer viel daran gelegen gewesen, Schwachstellen in organisatorischen Abläufen innerhalb des Vereins aufzuspüren und auszumerzen. In den Jahren 2012 bis 2016 konnten die Schulden des Vereins um beinahe 100 000 Euro gesenkt und so die finanzielle Basis für das Großprojekt Sportplatzneubau gelegt werden.

„Auch deinem Zutun, der durchgängigen Stärkung des Projektteams und aller Beteiligten hinter den Kulissen haben wir es zu verdanken, dass die Sportfreunde Bronnen trotz ihrer im Vergleich zu anderen Vereinen geringen Mitgliederzahl heute über eine der modernsten Sportanlagen des ganzen Bezirks verfügen“, lobte Buk. So wie als Fußballer habe Baur auch als Vorsitzender in der Zusammenarbeit Biss gezeigt und sich auf das jeweilige Thema fokussiert, stets an der besten Lösung für alle Beteiligten interessiert. „Wir sind glücklich und froh, dass du dich damals für ein Engagement bei den Sportfreunden entschieden hast und uns ein großartiger Repräsentant und Botschafter warst.“

Einen Rückblick auf die Ereignisse des vergangenen Jahres gab Schriftführerin Ruth Hofele. Im Juli feierte der Verein sein 70-jähriges Bestehen. Dazu wurde eine neue Vereinschronik erstellt.

Die Sportfreunde Bronnen haben derzeit 606 Mitglieder, gab Hofele bekannt. Sie verteilen sich auf die Abteilungen Fußball mit 157 Mitgliedern, die Abteilung Gymnastik/Fitness mit 205 und Aikido mit 25 Mitgliedern. Dazu kommen 219 passive Mitglieder.

Positiv fiel auch der Kassenbericht von Martin Bringazi aus. Das Ziel Schuldenabbau sei erreicht, der Verein befinde sich wieder in den schwarzen Zahlen. Zu verdanken sei dies unter anderem den Zuschüssen des WLSB für die Sanierung des Sportplatzes. In den vergangenen Jahren sei rund eine Million Euro verbaut worden. Neues Ziel sei, die Restschulden zu begleichen und Rücklagen zu bilden.

Der Jugendleiter Jürgen Anic berichtete über den Jugendfußball. In einer Spielgemeinschaft mit Achstetten, Bronnen und Hüttisheim kicken derzeit insgesamt 175 Jugendliche und Kinder, darunter 34 aus Bronnen. Sie werden von 30 Trainern betreut.

Auch die Abteilungsleiter Tobias Wischnat (Fußball), Melanie Schmid (Gymnastik/Fitness) und Harald Unrath (Aikido) berichteten über die Aktivitäten in ihren Bereichen. Harald Unrath hatte sein Vorstandsamt nach 18 Jahren aufgegeben. Ihm folgt Klaus Romer, der in der Abteilungsversammlung gewählt worden war.

Michael Schick als stellvertretender Bürgermeister beantragte die Entlastung der Vorstandschaft, die einstimmig von der Versammlung gewährt wurde. Die Gemeinde könne stolz sein auf einen Verein wie die Sportfreunde Bronnen, sagte Schick. „Die Mitgliederzahlen können sich sehen lassen und es wurde viel investiert in den letzten Jahren.“ Viele engagierten sich im Verein, so dass man sich in den nächsten Jahren keine Sorgen machen müsse.

Der neue Vorsitzende Martin Pannek stellte sich kurz vor. Seit 2017 wohnt er mit seiner Familie in Bronnen und spielt seit 2018 Fußball bei den Sportfreunden. „Die Struktur des Vereins ist gut und es wurde in den letzten Jahren viel geleistet.“ Er habe festgestellt, dass alle anpacken, wenn es nötig ist. Auch das habe ihn überzeugt, das Amt des Vorsitzenden zu übernehmen.

Bilder: Sonja Niederer, Schwäbische Zeitung

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